Angiologie

Die Angiologie (gr. angios: das Gefäß, logos: die Lehre) oder Gefäßmedizin ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin und beschäftigt sich mit Gefäßerkrankungen. Gefäßmediziner befassen sich in Forschung, Lehre und Behandlung mit Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefäße. Die Angiologie ist der jüngste Schwerpunkt innerhalb der Inneren Medizin und wurde 1992 auf dem Deutschen Ärztetag in Köln als Teilbereich der Inneren Medizin anerkannt.

Das Fach Angiologie stellt die zentrale Kompetenz im Management arterieller und venöser Erkrankungen dar. Dies gilt insbesondere im interdisziplinären Austausch mit Gefäßchirurgie, Radiologie, Kardiologie, Nephrologie, Rheumatologie und Diabetologie.

Charakteristische Beschwerden von Erkrankungen der Arterien, Venen oder der Lymphbahnen sind u. a.

  • Schmerzen der Beine beim Gehen (Claudicatio intermittens)
  • Schwellungen der Beine / Knöchel (Ödeme)
  • Schmerzen und Spannungsgefühl der Beine bei Verdacht auf Thrombose
  • “offene Beine” (Ulcera cruris)
  • “Krampfadern” (Varicosis)
  • Schlaganfall (cerebrovaskulärer Insult)
  • Schwindel
  • Bluthochdruck (art. Hypertonie)

Charakteristische Erkrankungen sind u. a.

- Arterien:

  • „Schaufensterkrankheit“ (Durchblutungsstörungen der Beine, PAVK),
  • Arterienerweiterungen (Aneurysmata),
  • Verengungen der Halsarterien (cerebrovaskuläre Verschlusskrankheit),
  • Verengungen der Nierenarterien (Nierenarterienstenosen)

- Venen:

  • Krampfadern (Varikose)
  • Blutgerinnsel in den Venen (Thrombose)

- und weitere